Was war das spannend und heiß!

Nein, die Rede ist hier nicht vom WM-Spiel Deutschland gegen Australien in Südafrika, sondern von alpitecture code 2-10 in Südtirol.

Drei Tage mit 36°C, in welchen die Teilnehmer kompakte Informationen über das Land und seine Baukultur erhielten, die neue Architektur vor Ort bewunderten und alle Erfahrungen in die Aufgabenstellung der Workshops einfließen ließen. Einer der Höhepunkte war der Vortrag von Astrid Piber über das UNStudio Desgin Modell mit anschließender Podiumsdiskussion. Hier war der dramaturgische „Siedepunkt“ erreicht und alle freuten sich auf die erfrischenden Getränke und das leckere Buffet in der Sommernacht.

Dass die Hitze lähmte wurde erst gar nicht zugelassen. Die Begrüßung und Vorstellung der 37 international tätigen Architekten erfolgte in der Handelskammer Bozen nach einer Hausführung und einem Imbiss ging es dann weiter ins Thermen Hotel Meran. Nicht um zu baden, sondern um Vorträge über die baukulturelle Entwicklung des Landes, die Architektur zwischen zwei Kulturen und die Regionalentwicklung zu hören. Erfrischend wirkte ein Spaziergang zur Kunst Meran und durch die Ausstellung „WohnRaumAlpen“. Sehr heiß und zukunftsweisend folgte im Kurhaus Meran ein Vortrag von Plasma Studio, London, Sexten. Der Tag endete im Moccaria mit einem leckeren Menü.

Architektur pur, könnte das Motto des zweiten Tages gelautet haben. Kreative Bauwerke gaben durch Bauherren und Architekten ihre Geheimnise preis. Noch kurz vor der offiziellen Eröffnung der Erweiterung der Kellerei Tramin traten die Teilnehmer mit dem Architekten Werner Tscholl durch die symbolische Rebstockranke und stiegen tief hinab in den roten Lagerkeller. Ein ebenso großes Raumgefühl überkam jedem beim Betreten der Pfarrkirche Leifers durch das alte Kirchenschiff in den von Höller & Klotzner Architekten gestalteten Anbau. Der Raum, eher eine Halle, komplett in Holz ausgebaut mit seiner schrägen und gebogenen Umhüllung und weichen Lichtführung lässt seine wahre Größe nicht erspüren. Überrascht waren die Teilnehmer von der Qualität und den Innovationen der Partnerunternehmen von alpitecture. Hier wurden Produkte vorgestellt die es weltweit mit jeder Konkurrenz aufnehmen können.

Welchen Eindruck haben die Teilnehmer nun von Südtirol gewonnen? Zwischen allem Positiven wurde auch Defizite im Umgang mit dem Bauen und der Fläche erkannt. Überraschend waren die hochwertigen Ergebnisse der Workshops, die in einem knappen Zeitrahmen erarbeitet wurden und die Podiumsdiskussion am Abend einflossen.

Mehr davon demnächst!

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